Ich bin keine Yogamaschine. Ich bin ein Mensch, der seit über 20 Jahren übt — auf der Matte und noch viel mehr daneben. Der zweifelt, sucht, manchmal den Faden verliert und ihn wieder findet.
Hier ein paar Fragen, die ich mir gestellt habe. Und ehrliche Antworten.
Wie baust du eine Stunde auf?
Das Thema bestimmt alles.
Manchmal kommen die Themen einfach angeflogen — durch Fragen der Menschen in meinen Klassen, durch mein Leben, durch das, was mich gerade beschäftigt.
Dann wieder gibt es Reisen wie im Moment: erst der achtgliedrige Pfad, jetzt die Chakren.
Ich schaue immer zuerst: Wie vermittle ich es alltagsnah?
Denn was nützt all die Theorie, wenn wir sie nicht mit unserem Leben verbinden können?
Erst dann kommen die Asanas.
Die, die uns helfen zu lösen — oder zu bestärken.
Woher kommt deine Musik?
Ich liebe Musik. Höre sehr viel.
Manches kommt einfach zu mir.
Anderes bekomme ich geschickt — und freue mich darüber.
Die Musik soll unterstützen.
Damit wir mehr ins Fühlen kommen.
Und manchmal geht das auch ganz ohne Musik noch besser.
Was passiert, wenn etwas nicht läuft wie geplant?
Früher war das eine große Herausforderung.
Unerwartete Bemerkungen. Haltungen, die ich nicht gut vermitteln konnte.
Inzwischen hilft mir meine Erfahrung.
Und wenn ich einfach Mist mache, etwas vergesse oder meinen Flow verliere — dann sage ich es. Ehrlich.
Ich bin auch nur ein Mensch. Keine Yogamaschine.
Und meist spüre ich in genau diesen Momenten viel mehr Verbindung — als wenn alles wie am Schnürchen läuft.
Was wünschst du dir von deinen Teilnehmenden?
Weniger denken, einfach machen
.
Sich auf der Matte spüren — und gleichzeitig in ein Gefühl von Gemeinschaft kommen.
Alles weglassen, was abhält.
Kurzum: Offenheit.
Was ist der Moment, für den du unterrichtest?
Wenn ich höre: „Genau das habe ich heute gebraucht."
Oder: „Jetzt kann ich meinen Nacken wieder drehen."
Und das Schönste — wenn ich mit den Ölhänden durch die Matten gehe und die entspannten, zufriedenen Gesichter in Savasana sehe.
Für diese Momente bin ich hier.
Was verändert das Unterrichten in dir?
Sehr viel.
Ich lerne, klarer zu formulieren — damit alle umsetzen können, ohne viel nachdenken zu müssen.
Mehr Respekt für die einzelnen Belange zu haben.
Dem Einzelnen mehr Verantwortung zu geben.
Ich biete an, und jede:r nimmt sich, was gut ist.
Über mich selbst lerne ich natürlich auch jede Menge.
An manchen Tagen sprudele ich — und denke: Wo kommt das jetzt her, wieviel Freude da nach außen möchte.
Dann wieder bin ich wortkarg — und merke, da ist gerade viel im Wandel.
Und es gibt Momente, wo ich mit mir hadere.
Weil etwas fehlt in mir, um wirklich gut und in Verbindung mit allen zu sein.
Ich wünschte manchmal, das wäre anders.
Was fehlt und was sich ändert?
Ich weiß es nicht so genau.
Bin auf der Suche.
Aber vielleicht ist genau das der Weg — nicht die Yogalehrerin, die alles im Griff hat.
Sondern der Mensch, der genauso übt wie du.
Jeden Tag.
Auf und noch viel mehr neben der Matte.
Seit 2000 unterrichte ich Yoga, seit 2011 in Bremen. Das Urban Yoga Studio gibt es seit über 15 Jahren — mitten in der Stadt, für ganz normale Menschen.
Meine ersten Erfahrungen mit Yoga sammelte ich im Jahr 2000, während einer Yogareise, die ich organisierte. Mir gefielen die Bewegungen und ich empfand es als eine körperliche Herausforderung.
Im folgenden Jahr nahm ich gleich mehrfach an der Teamwork Power Fit Yoga Ausbildung teil und mein Interesse war gross.
2003 lernte ich auf einer weiteren Reise Young ho Kim kennen, der mir ganz neue Wege des Yogas offenbarte, die ich voller Dankbarkeit annahm. 2004 nahm ich an einer von ihm geleiteten Ausbildung teil und habe mich seitdem fortwährend weiter gebildet.
2009 kam mit Nepal Lodh ein weiterer Impulsgeber und Lehrer dazu. Seine Workshops vertiefen den traditionellen Anteil des Yogas.
Seit 2011 begleitete ich das Inside Yoga Teachers Training im urban yoga.
Seit 2018 führen wir unser eigenes Teacher Training durch und sind begeistert vom Engagement unserer Young Teacher.
Als psychotherapeutischer Aromacoach wähle ich die ätherischen Öle in meinem Klassen ganz bewusst aus und erweitere so Deine Yogapraxis um ein weiteres
Element.
Mir ist es ausserordentlich wichtig, dass Du Dich in meinen Kursen wohl fühlst, neue Wege zu dir findest, Energie tankst und du deine Beweglichkeit und Kraft verbesserst.
Höchstes Ziel ist es, dass Du die Zeit mit Dir genießt und Liebe, Gelassenheit, Energie und Zufriedenheit, Einkehr halten. Und alles mit Freude und Spaß.
Herzlichen Dank an Young ho Kim, du bist mein größter Inspirator und wunderbarer Freund.
Den vielen Impulsgebern auf Retreats und Workshops, danke ich sehr: Barbra Noh, Duncan Wong, Twee Merrigan, Nicole Bongartz, Christiane Wolff, Christina Lobe, Alexandra Harfield, Biff Mithoefer, Gurmukh, Tsakpoh Rinpoche, Brian Kest, Patrick Broome, Katchie Ananda und viele mehr.
Und wenn auch aus einer ganz anderen Sichtweise, immer wieder eine Ratgeberin und Freundin - Lexie Griffiths. Thank you for the Sizzle.
Der tiefste und innigste Dank geht an meine Familie. Ohne die Unterstützung und tatkräftige Hilfe gäbe es das urban yoga nicht.
Letztendlich – was wäre ich ohne die Teilnehmer, Schüler und Fans. Danke für Euer Vertrauen, Eure Bereitschaft anzunehmen, weiterzuerzählen und Eure Treue. Eine große Freude gemeinsam ein Stück des Weges zu gehen. Danke!