Was Rosen mit Asteya zu tun haben, oder wie wir die Fülle im Moment erkennen

Als ich am Sonntag in unseren Garten kam, staunte ich nicht schlecht.

 

Die Rosen ließen sich überhaupt nicht von Schnee und Kälte beeindrucken. Sie standen da mit einer Eleganz und Schönheit, als ob nichts wäre. Stolz leuchteten die Knospen und Blüten. Respekt und Bewunderung.

 

Mein Gefühl ist, dass die Natur uns mit vielen guten Beispielen vorangeht.

 

Auch wenn um uns herum augenblicklich so viel Trübes ist, tiefe Wolken hängen, die Nachrichten uns Angst einjagen und wir viele Widrigkeiten zu überwinden haben, können wir es schaffen, zu blühen. Unsere Talente und Gaben zu nutzen, uns nicht beeindrucken zu lassen von den Schwierigkeiten, sondern jeden Moment unser bestes zu geben. Einen Moment nach dem anderen, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

 

Wenn wir uns auf das Jetzt konzentrieren und uns nicht von unserer Phantasie wegtragen lassen in Szenarien, die in der Zukunft stattfinden, uns nicht verwickeln lassen, in das was vielleicht sein könnte, dann können wir auch in Zeiten, die es uns nicht leicht machen, Rosen finden, die blühen.

 

Im Yogasutra, genauer gesagt den Yamas, finden wir den Begriff von ASTEYA, was so viel bedeutet wie NICHT STEHLEN. Hmm, was hat nicht stehlen nun mit erblühen, im Moment die Schönheit erkennen, das Beste geben, zu tun?

 

asteya pratisthayam sarva ratna upasthanam

Wenn Nichtstehlen fest verwurzelt ist, kommen alle Reichtümer 

 

Dazu eine schöne Geschichte:

Eine Frau fand einen ungeheuer großen und wertvollen Edelstein. Sie steckte ihn ein und wanderte weiter ihres Weges. Nach einiger Zeit, traf sie auf einen Mann, der schon lange unterwegs war und sehr hungrig war. Sie setzten sich auf eine Bank und die Frau öffnete ihren Rucksack, um ihr Essen mit ihm zu teilen. Der Wanderer sah den Edelstein und bewunderte ihn. Kurzer Hand schenkte die Frau ihm den Edelstein und der Fremde war vollkommen außer sich, wusste er, dass er niemals wieder Hunger haben würde und ein wunderbares Leben vor ihm lag. Nachdem die Beiden sich verabschiedet hatten und der Mann pfeifend weitermarschierte, kamen ihm Zweifel. Er drehte um, holte die Frau ein und gab ihr den Stein zurück. "Warum tust du das?" frage sie ihn. "Ich glaube," sagte er "du kannst mir noch etwas viel wertvolleres geben. Was war es, dass die erlaubt hat, mir den Edelstein zu schenken?"

 

Unbekannter Autor (frei nacherzählt)

 

 

 Tja, gute Frage, was war es? Gier, Neid, Anhaften, das füttern des Egos, den Mangel und nicht die Fülle sehen - all das ist es sicher nicht. Die Liebe zeigt uns auf, was alles da ist und das meist im Überfluss - sie lenkt uns in positiver Weise. Das wahre Sein möchte uns aufzeigen, was wir haben und nicht was uns fehlt. Sozusagen mal wieder das halb volle Glas.

 

Wenn wir uns gelangweilt, leer oder unzufrieden fühlen, suchen wir häufig nach Anerkennung, Zuwendung und meist glauben wir, das zu erlangen, wenn wir etwas im Außen etwas ändern. Konsumieren (und dabei möglichst noch ein Schnäppchen machen - da hab ich aber wieder ordentlich etwas für mein Geld bekommen - bestehle ich da nicht auch häufig die, die es produziert haben) viel. Beeindrucken wir dadurch und bekommen die gewünschte Zuwendung und Anerkennung? 

 

Wie wäre es, einmal zu beobachten:

 

  • Schaue ich auf das was mir fehlt oder auf das was ich habe?
  • Schauen ich auf das was unmöglich ist oder das was möglich ist? 
  • Sehe ich mehr auf das was ich nicht kann oder auf das, was ich kann oder lernen kann
  • Bin ich stets auf der Hut, weil überall das schlechte lauert oder vertraue ich?
  • Sehe ich in meinem Garten die verwelkten Tagetes oder die blühenden Rosen?
  • Erlebe ich beim Yoga was alles nicht geht oder was gut geht?

 

 

Ätherische Öle

 

ROSE - die Rose bringt uns ins Licht und zur Liebe, in Einheit. mit uns und in tiefe Verbundenheit mit allem

 

Das kostbare Öle verdünnt auf Deine Handflächen geben, inhalieren (gern mit einem Moment verbinden, an dem Du genau diese Fülle gespürt hast, als Du Deinen "Edelstein verschenken durftest". oder mit einer Affirmation verbinden ( Ich öffne mich für das Erkennen der Fülle und dessen, was alles da ist)

 

Wild Orange - ist das Öl der Fülle. Sein Hauptbestandteil ist Limonen. Es wirkt stresslindernd und stimmungsaufhellend. In Momenten wo die Vorstellung von Mangel uns nicht erlaubt, unsere Ressourcen zu nutzen und die Pracht zu erkennen ins Wild Orange ein wunderbarer Unterstützer

 

Cassia - verbindet uns mit unserer inneren Freude, Kraft und Stärke und unterstützt uns, unsere eigene Fülle und unseren eigenen Wert zu erkennen - wärmt uns.

 

Siberian Fir - die ätherischen Öle dieser Tanne bringen uns ganz in den Moment und zeige uns auf, dass genau hier und jetzt alles da ist. Es möchte uns die Last von den Schultern nehmen und unser "Rückgrad" stärken.

 

Mischung für Deinen Diffuser:

 

3 TR Wild Orange

2 TR Cassia

3 TR Siberian Fir

Kommentar schreiben

Kommentare: 0