Wenn wir glauben, dass wir wissen, was der andere braucht

Im Buch "Die Kuh, die weinte", gibt zwei wunderbare Beispiele, die uns deutlich machen, dass unser angebliches Mitgefühl dringend einer Überprüfung bedarf.

 

Beispiel 1

Eine Dame stand am Straßenrand, als ein Pfadpfinder, sich seiner "guten täglich Tat" bewusst, zu ihr begab, um ihr über die Straße zu helfen. Er hatte sie nicht gefragt, sondern handelte sofort. Da es der Dame unangenehm war, zu sagen, dass sie gar nicht über die Straße wollte, ließ sie es geschehen.

 

Beispiel 2

Als die Eltern ihres tauben Sohns, zu einer Kontrolluntersuchung den Arzt aufsuchten, teilt dieser mit, dass es eine neue Operationsmethode gäbe, die sehr erfolgversprechend sei, das Hören möglich zu machen. Die begeisterten Eltern waren sofort einverstanden und die Operation gelang. Der Sohn, der weder gefragt noch informiert wurde, war vollkommen überfordert, welcher Lärm plötzlich um ihn herum war.

 

In beiden Beispielen gehen wir davon aus, zu wissen, was für den Menschen gut ist. Wir möchten helfen. Doch können wir uns wahrhaftig einfühlen und wirklich beurteilen, was der Mensch neben uns jetzt braucht?

 

Ist es eine tiefe Freude, zu helfen oder erheben wir uns, indem wir meinen zu wissen, was für andere gut ist?

 

Ich hatte kürzlich eine ähnliche Erfahrung. Ein Rollstuhlfahrer hatte sich in einer Absperrung vertüddelt, konnte jedoch nicht sehen, dass der Griff an einem Seil festhing. Ich ging beherzt auf ihn zu, um das Seil zu enttackeln. Er war echauffiert und sagte er könne das schon allein. Als ich ihm erklärte dass ein Seil sich um seinen Griff gelegt hatte, verstand er und freute sich, dass ich das für ihn mache. Doch meine Information hätte zuerst kommen müssen, damit er sich nicht bevormundet fühlte. Eine gute Lernsituation für mich.

 

Also erst fragen, ob Unterstützung erwünscht ist und in welcher Form wir das tun dürfen. Denn meist ist es doch das eigene Gefühl, was durch die Hilfe gepuscht wird, oder?

 

Eines unserer angestrebten Ziele im Yoga,  ist es, dass wir uns alle eins fühlen. Also verbunden mit allem. Vielleicht hast Du Lust in dieser Woche einmal zu schauen, wie oft Du glaubst, dass Du weißt, was für den anderen gut ist und dann einmal zu überprüfen, ob es wirklich sinnvollist, ewig darüber nachzudenken und das angenommene wohlmöglich noch zu äußern.

 

 

Ätherische Öle

 

Pink Pepper unterstützt uns in unserer Neutralität. Es möchte aufzeigen, dass wir unser musterhaftes Denken ablegen dürfen und jede Situation ganz "neu" erleben

 

Geranium bestärkt uns in unserer tiefen Verbindung zu anderen Menschen unabhängig von Erwartungen. Es öffnet uns, möchte für unvoreingenommene, herzliche Betrachtung sorgen.

 

Cedar Wood unterstütz das Empfinden, Teil einer Gemeinschaft eines großen Ganzen zu sein. Es möchte verbinden und nicht trennen.

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