Wie verlässlich bist Du?

Erinnerst Du Dich noch, was Du Dir vor einem halben Jahr circa versprochen hast? Silvester ist meist ein Datum, an dem wir uns etwas für das neue Jahr vornehmen. Wir geben uns ein Versprechen, etwas mehr zu tun, bzw. etwas nicht mehr zu machen. Hast Du Dein eigenes Versprechen Dir gegenüber eingehalten?

 

Gratulation wenn ja! Du kannst Dir vertrauen, brichst Dein Wort nicht und nimmst Dich wirklich ernst. Du kannst Dich auf Dich verlassen. 

 

Wenn nein, wie fühlt sich das jetzt für Dich an? Was empfindest Du Dir gegenüber?

 

Ich erinnere mich noch an eine kleine Geschichte aus meiner Kindheit. Mein Onkel, der Maler war, hatte mir versprochen, mein Zimmer neu zu tapezieren. Ich war Feuer und Flamme. Damals sammelte ich Poster, die mir mein Vater von der Tankstelle mitbrachte. Das ganze Zimmer war voll mit angepinnten Sprüchen, wie zB "die Kuh vom Eis ziehen, was dann als Cartoon dargestellt wurde. Mühsam und ganz vorsichtig, nahm ich alle Poster ab und mein Zimmer sah aus, wie perforiert, als ich alle Nadeln zurück in eine Schachtel gelegt hatte. Du kannst Dir vorstellen, was passierte. Es wurde nichts mit dem Tapezieren. Ich war so enttäuscht und hatte den Respekt vor meinem Onkel verloren. 

 

Genauso geht es uns mit uns selbst. Wenn wir unsere Versprechen nicht ernst nehmen, verlieren wir uns selbst gegenüber den Respekt. Wie empfinden uns als unzuverlässig und schwach und unser Umfeld spürt das ebenso. 

 

Deswegen bin ich davon überzeugt, dass das was wir uns versprechen, lieber klein und realistisch sein sollte und wir uns selbst gegenüber Wort halten können. Klappt das immer öfter, dann dürfen die Herausforderungen größer werden. Wir vertrauen uns und entwickeln eine größere Stärke. Wir wissen wie wichtig es ist uns selbst gegenüber, den entsprechenden Respekt zu zollen, nehmen uns ernst und wissen, dass wir uns das schuldig sind. Und da wir erfahren haben, dass alles was wir für uns selbst empfinden, dann auch weitere Kreise ziehen kann, wirkt sich unser Verhalten wieder auf den "großen Pullover" (siehe Beitrag vom 14.6.21) aus.

 

Ralph Skuban schreibt in seinem Buch "Patanjalis Yogasutra" Der Weg des Yoga ist nicht auf eine kurzfristige Perspektive aus.(.....) Der Weg des Yoga ist für die meisten einer der langfristigen Bemühung. Sie erreichen den Zustand von asamprajnata samadhi, indem sie tiefes Vertrauen in den beschrittenen Weg aufbauen. Dieses Vertrauen ist kein blinder Glaube, sondern wächst durch das Üben und die Erfahrung auf dem Weg. So werden Willensstärke und Entschlossenheit gewonnen, die notwendig sind, um kontinuierlich voranzugehen."

 

Was versprichst Du Dir in dieser Woche?

 

ÄTHERISCHE ÖLE

 

Bergamot - möchte, dass wir uns selbst respektieren uns liebevoll, freundlich und wertschätzend begegnen

 

Litsea - unterstützt uns im Erkennen dessen, dass wir uns auf uns selbst verlassen können müssen, nicht anderen die Schuld für irgendetwas geben, sondern uns selbst gegenüber Verantwortung übernehmen.

 

Black Spruce - ermuntert uns, ausdauernd dabei zu bleiben, stabil und geerdet unseren Weg zu gehen

 

Je 2 Tropfen im Diffuser

 

Die Mischung Balance unter die Füße zu geben, ist ebenfalls eine wunderbare Unterstützung für Ausdauer und Stabilität