Einatmen, ausatmen, lächeln....

Schon oft gehört und vielleicht genauso oft vergessen.

 

In Situationen, wo es an unsere Emotionen geht - wir wohlmöglich herausgefordert werden, provoziert werden, da spüren wir, wie unser Gefühle in uns aufsteigen - Wut könnte uns so zu Handlungen ermuntern, die nicht immer hilfreich sind.

 

Unser Atem ist unser bester Freund - eigentlich immer - aber eben auch in solchen Situationen. Nur ein tiefer Atemzug, lässt uns ein wenig Abstand zum erlebten finden. Wir erkennen den Auslöser unser Wut und können besonnener reagieren. 

 

Wie kann das sein, dass so ein bisschen "Luft" so einen großen Einfluß hat?

 

Der Atem ist unser Lebenselixier Nummer Eins - Damit beginnt und endet alles, was wir als Leben bezeichnen. Über 630 Million mal atmen wir, wenn wir unser achtzigstes Lebensjahr erreichen. Und das meist völlig unbewusst. Der Atem beeinflusst unsere Gesundheit enorm und trotzdem schenken wir ihm recht wenig Beachtung. Unser Körper atmet - Punkt.

 

Doch häufig ist unser Atem sehr flach und unregelmäßig. Es scheint, als ob es sich lohnt etwas mehr Aufmerksamkeit auf diesen Bereich zu richten.

 

Die Yogis haben das schon früh erkannt. Viele Haltungen haben Bezeichnungen aus der Natur, denn die Beobachtung von Flora und Fauna war eine wichtige Inspiration. So auch beim Atem. Die Yogis stellten fest, dass die Tiere die langsam atmeten, länger lebten. 

 

Nicht nur auf die physische Gesundheit hat der Atem einen großen Einfluss. Mental ist es ebenfalls so hilfreich, den Atem zu nutzen.

 

"Wenn Prana sich bewegt, dann bewegt sich Chitta. Wenn Prana ohne Bewegung ist, ist auch Chitta ohne Bewegung." Hatha Yoga Pradipika

 

Prana bedeutet Lebensenergie und Pranayama Lenkung der Lebensenergie, die wir in unserer Yogapraxis mit Atemlenkung verbinden.

 

Demnach würde Chitta (das Feld unseres Geistes) ruhig, wenn wir aufhören zu atmen. Huch! 

 

Gucken wir mal weiter. Wir üben im Pranayama unseren Atem bewusst zu lenken. Langsam und tief ein- und auszuatmen, verschieden Atemkanäle zu nutzen (wechselseitig Nasenatmung zB). Wenn wir langsam und tief atmen, spüren wir sofort, wie wir uns beruhigen (also schon jetzt - wie müssen nicht ganz aufhören zu atmen) werden die Aktivitäten auch Chitta langsamer. Rein physisch stärken wir unsere Atemmuskulatur und unsere Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt. Die Wege, auf welchen Prana fließt, werden gereinigt. Im Yoga werden diese Wege als Nadis bezeichnet wovon es unzählig viele gibt.

 

Der Vorgang des Atmens ist unterteilt in Ein- , Ausatmen und Atempause. Wenn wir Pranayama üben, konzentrieren wir uns genau auf diese Vorgänge. Auf den Bereich, wo der Atem einfließt - wie er sich im Körper "verteilt", wie er ausfließt, was in unserem Körper geschieht und auf die Pausen dazwischen.

 

Patanjali spricht vom Abschneiden des Atems, womit die Atempausen gemeint sein können. Rein physisch steigern die Pausen den Gasaustausch und unser Geist hat die Möglichkeit vollkommen still zu werden. Wir sollen also nicht komplett aufhören zu atmen sondern ganz besonders die Atempausen beobachten. 

 

Wie schön, dass wir unseren Atem immer bei uns haben und wir ganz unbemerkt in brenzligen Situationen darauf zurückgreifen können. Ein Augenblick der Stille im Geist, entschärft so manche Situation und wir können diesen Moment nutzen, um klug zu reagieren und nicht impulsiv.

 

Der Atem ist in jeder Yogaklasse von großer Bedeutung - doch immer wieder achten wir vermutlich mehr darauf, was unsere Beine und Arme machen, als darauf, wie unser Atem fließt. Lasst uns das in dieser Woche einmal ändern und den Atem als wichtigste Ausrichtung nutzen.

 

Ätherische Öle:

 

AIR - in dieser Mischung ist alle enthalten, um gut durchatmen zu können und sie duftet wundervoll.  Lorbeerblättern, PfefferminzeEukalyptusTeebaumZitrone, Ravensara und Kardamom. Außerdem fördern diese Öle die Ruhe in unserem Geist. 

 

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