Wo geht's lang?

Ach wenn man das doch immer wüsste.....

 

Wenn ich durch den Wald streife, übe ich mich darin, mich einfach treiben zu lassen. Keine feste Route im Kopf. Einfach los gehen, sich anziehen lassen von Aussichten, Pflanzen oder ähnlichem. Doch bevor ich los ging, habe ich auf jeden Fall meinen Standort markiert, damit ich weiß wo das Auto oder mein Fahrrad steht, damit ich wieder zurück finde.

 

Es gibt auf jeden Fall beide Qualitäten im Leben, sich einmal treiben zu lassen, kein Ziel vor Augen zu haben ist wunderbar. Doch wenn wir unser ganzes Leben, nicht so genau wissen wo wir entlang gehen wollen, welche Wege wir nutzen möchten, um glücklich, zufrieden und erfüllt zu sein, dann wird es schwierig.

 

Orientierungslos zu sein, verlangt uns einiges ab. So viel Aufmerksamkeit und Kraft geht wohlmöglich verloren für die permanente Frage: Bin ich hier richtig?

 

Ralph Skuban schreibt in seinem Buch "Patanjalis Yogasutra":

Gib deinem Leben Richtung! Das gilt für den Prozess der Meditation genauso wie für unser Leben als Ganzes: Es braucht Richtung. Geht unsere Energie in tausend Richtungen, dann verpufft sie. Doch richten wir uns auf die wichtigen Dinge aus (ekagrata), lassen wir also Überflüssiges los (vairagya), was voraussetzt, dass wir richtig unterschieden lernen (viveka), und bleiben wir beharrlich auf dem Weg (abhyasa), dann können wir zur Erfüllung unserer selbst (Samadhi) gelangen und wirklichen inneren Frieden (nirodha) erfahren.

 

Wenn die erste Euphorie vorbei ist, ist es so leicht aufzuhören und mit etwas Neuem zu beginnen. Denn im Neuen steckt so viel Spannendes. Und jedes Mal denken wir: "Ja, das ist es." Voller Feuer und Flamme stürzen wir uns in ein neues Hobby, eine neue Arbeit, eine neue Beziehung oder eine neue Bewegungsform.

 

Nach der Phase des Entdeckens, eventuell auch des Aufbaus (zB deiner physischen & mentalen Erfahrungen im Yoga) folgt häufig eine Phase des gefühlten Stillstands. Die Aufregung ist nicht mehr so da, oder auch die Fortschritte, die man macht, sind nicht mehr so groß und so schnell spürbar. 

 

Jetzt kommt die Phase der Beharrlichkeit (abhyasa). Beharrlichkeit und Stetigkeit ist, einer sehr schnelllebigen Zeit, wohlmöglich eine der größten Herausforderungen. Doch wie Ralph Skuban schreibt, erst nach der Beharrlichkeit können Samadhi und nirodha kommen. Sehr große Ziele für uns. Doch auch in deiner Yogapraxis, in einer Beziehung oder auch in der Entwicklung deines beruflichen Lebens, ist Stetigkeit ein wichtiges Tool.

 

Love it. Leave it. Or change it.  - Ja, sicherlich, wir dürfen uns auch nicht scheuen etwas aufzugeben und neu zu starten, doch manchmal versäumen wir große Chancen, weil wir zu schnell aufgeben.

 

Also schau in dieser Woche einmal in deiner Praxis, ob du dran bleibst. Gibst du dir die Zeit für ein stetiges Üben oder entscheidest du, das es sehr häufig Wichtigeres gibt? Wenn du übst, gibst du schnell auf, wenn es anstrengend wird, zB in Stille zu sein und sich ablenken zu lassen, in intensiven Asanas zu sein und auf den Geist zu hören und nicht auf körperliche Signale zu hören?

 

Dann kannst du eventuell auch eine Verbindung zu deinen Handlungen außerhalb der Matte erkennen. 

 

Ätherische Öle

 

Siberian Fir - Wer oder was kann uns besser in Beharrlichkeit und Stetigkeit unterstützen als ein Baum. Er lässt seine Wurzeln tief ins Erdreich dringen, bleibt an seinem Platz, um sein volles Potential zu entwickeln. Wenn es stürmt, ist er flexibel genug, um sich anzupassen, doch sein Wurzel halten in stabil am Platz, wenn es der richtige Ort ist und er wird gedeihen. Das ätherische Öl der sibirischen Tanne, möchte uns die Kraft und nötige Energie geben, dran zu bleiben uns nicht ablenken zu lassen.

 

Anchor (eine Mischung aus: Lavender, Cedarwood, Frankincense, Cinnamon,  Sandalwood, Black Pepper und Patchouli) ermuntert uns einen Schritt nach dem anderen auf unserem Weg zu gehen. Dass die Kraft und der Mut da sein werden, wenn sie wichtig sind und wir uns unsicher fühlen. Es möchte uns, mit unserer inneren Kraft verbinden und uns wie ein Freund zur Seite stehen, wenn wir ins wanken kommen.

 

Im Diffuser: 4 TR ANCHOR und 2 TR SIBERIAN FIR

 

Verdünnt mit Trägeröl auf die Füße und den unteren Rücken.

 

Für Fragen: evelyn@urbanyoga-bremen.de