Mein Haus, mein Boot, mein .... oder was das Streben nach Besitz und Aufmerksamkeit mit uns macht

Wir alle kennen diese Werbung, wo man einem lang nicht mehr gesehenen Bekannten Fotos von den Besitztümern zeigt und auf eine große Portion Anerkennung gehofft wird.

 

Ein sehr simples und offensichtliches Beispiel, wo uns allen vermutlich klar ist, Besitz kann uns auf Dauer kein Zufriedenheit schenken. Wir müssen ewig nach neuen Errungenschaften Ausschau halten und die, die wir damit beeindrucken, werden vermutlich nicht die wichtigsten Freunde sein.

 

Es gibt einen weiteren Aspekt, des Strebens nach Anerkennung und das ist die Aufmerksamkeit. Gehört zu werden, scheint enorm an Wichtig zu gewinnen ist mein Eindruck. Und dabei geht es häufig weniger darum, gehört zu werden in seinen Sorgen und um Unterstützung zu bitten, sonder generell einfach eine Plattform zu finden, wo man reden kann. 

 

Nach Anerkennung zu Streben, was man alles Tolles geleistet hat, was man aushalten muss, wie fleissig man ist usw.

 

Was für ein Stress, sich andauernd produzieren zu müssen und dabei scheint es auch häufig vollkommen gleichgültig zu sein, wem gegenüber man sich äussert oder um was es geht. Die Tatsache, dass man sich Raum und Gehör verschafft, scheint zu reichen. Es ist eine Art Gier nach Aufmerksamkeit, ob diese nun von echtem Mitgefühl geprägt ist,  oder nicht wird mehr und mehr egal, Hauptsache Aufmerksamkeit.

 

Im Yoga gibt es einen Begriff dafür PARIGRAHA - was so viel bedeutet wie Gier oder Verlangen und das Yogasutra schlägt vor, dass wir uns in APARIGRAHA üben. Eben dem Nicht-Horten oder positiv formuliert, der Anspruchslosigkeit.

 

Woher kommt nun diese ungeheure Gier nach Aufmerksamkeit? Ich vermute, dass eine große Unsicherheit, wenig Selbstliebe und Selbstbewusstsein, der Auslöser sein könnten. Wenn ich permanent Bestätigung im Aussen suche, mich produzieren muss, um Anerkennung oder Mitleid nahezu bettle, dann scheint meine Beziehung zu mir selbst, eine schwache zu sein.

 

Selbstbewusstsein - da finden wir das Wort "Bewusstsein". Sind wir uns unserer Selbst bewusst - sind wir achtsam, aufmerksam und stehen wir mit uns in einer guten Verbindung? Akzeptieren wir uns und haben wir ein inniges Verhältnis zu uns? Dessen sollten wir uns bewusst werden. In Meditation und natürlich auch in unserer Asanapraxis, diese Beziehung festigen.

 

Überprüfen wir im Austausch mit anderen einmal das was wir sagen, was wir erzählen und sind wir ganz achtsam, was aus unserem Mund kommt. Macht es uns und den anderen froh? Trägt es zu einem wirklichen Miteinander bei, oder warte ich nur darauf mich, meine Sichtweisen, meine Sorgen, meine Taten zu präsentieren. Bin ich wahrhaftig an dem interessiert, was mir berichtet wird oder warte ich nur darauf, endlich selbst zu reden? Üben wir uns im beobachten unseres Verhaltens und im intensiven zuhören.

 

Arbeiten wir an der Beziehung zu uns selbst - hören wir uns selbst in der Stille zu. Fragen wir uns, kommen die Stimmen in mir, denen ich zuhöre, aus einer vertrauensvollen Quellen oder sind es dir, die mich klein machen? Gibt es eine Instanz in mir, die mir meine Kraft aufzeigt und mich in meiner Wertigkeit unterstützt? Gibt es etwas, dass ich ändern sollte? Könnte ich mir vorstellen, das mein Geist, mein Herz, mein Bauch erfüllt sind von einer inneren Liebe?

 

Ich bin fest überzeugt, dass wenn wir an diesen Themen arbeiten, uns Zeit dafür nehmen, Begegnungen sich verändern.Dann können wir in uns ruhen und brauchen die Anerkennung von aussen nicht. Was für eine unglaubliche Erleichterung. Was für ein Berg von Stress darf abfallen. Unsere Schultern können sich befreien, unser Herz darf sich öffnen und unser Geist sich entspannen.

 

Äterische Öle:

COPAIBA unterstützt uns im Prozess der Selbstakzeptanz, im Erkennen unseres Wertes, es lässt uns, uns selbst verzeihen und möchte uns unsere magischen und einzigartigen Seiten aufzeigen.

LAVENDER stärkt uns, wenn es um eine entspannte und gute Kommunikation geht. Mit uns selbst und mit anderen.

EUCALYPTUS unterstützt uns im "dranbleiben" - uns selbst kontinuierlich  zuzuhören und im Austausch an unserer Achtsamkeit zu arbeiten