Pratyahara oder Flugmodus

Als Kinder haben wir Pratyahara perfekt beherrscht. Wir konnten uns ganz und gar einlassen auf das, was wir gerade taten. Da mussten wir ein paar Mal gerufen werden, wir nahmen gar nicht war, was um uns passierte. Wir waren eins mit dem was wir machten.

 

Pratyahara bedeutet so viel wie das zurückziehen der Sinne. 

 

Unsere Sinne haben toller Weise einen direkten Draht zu unserem Gehirn. Wir sehen, riechen, hören, fühlen, schmecken und handeln entsprechend dem, was wir gelernt haben. Überlebenswichtig! Wir riechen Feuer und sind in Alarmbereitschaft. Wir hören einen Schrei und rennen, um zu helfen. Wir sehen eine wackelige Leiter und müssen sie erst reparieren, bevor wir sie erklimmen und wir fühlen Kälte und ziehen uns warm an.

 

Unser schlauer Geist, reagiert somit permanent auf die Informationen unserer Sinne, um uns zu beschützen bzw. unser Hilfe anzubieten, wenn nötig.

 

Doch zunehmend bekommen wir über unsere Sinne einfach viel zu viel Informationen, die nicht diesem Zweck dienen und unser Hirn ist die ganze Zeit auf Hochtouren am arbeiten und unter Dauerstress.

 

Wie schön wäre es nun, wie beim Handy, einfach auf Flugmodus schalten zu können. Unseren Sinnen ein Pause gönnen und somit auch unserem Geist die Gelegenheit des Verschnaufens zu ermöglichen?

 

Natürlich haben wir diese Funktion nicht. Wie schaffen wir es nun unsere Sinne zurückzuziehen?

 

Rein theoretisch können wir uns die Augen verbinden, etwas in die Ohren stöpseln, eine Nasenklammer aufsetzen und uns in einen Raum zurückziehen. Ich bin nicht sicher, ob das wirklich Sinn macht. Die Vorstellung dessen, behagt mir nicht.

 

Kommen wir zu dem Bild aus unserer Kindheit zurück. In etwas ganz und gar einzutauchen, darin aufzugehen, sozusagen im Flow zu sein, hört sich für mich wunderbar an. Das können wir bei unserer Yogapraxis und natürlich bei den Flowstunden sehr gut üben. Wir sind ganz im Moment und fließen durch das "Jetzt".

 

Die Meditation ist war nicht gleichzusetzen mit Pratyahara | die Yogis zogen sich in Höhlen zurück, um diesen Zustand zu üben | doch die Yogapraxis sollte sich unserem Leben anpassen und wir sollten schauen, wie wir die positiven Ansätze in unsere heutige Zeit transportieren, um davon zu profitieren.

 

Also, Meditation - das schließen der Augen, der Blick nach innen, das "in-sich-zurückziehen" kommt aus meiner Sicht dem Flugmodus schon sehr nahe. 

 

Oder sogar das Gegenteil vom Zurückziehen der Sinne - die Konzentration auf nur einen Sinn. So wie ich jetzt eine Pause einlege, um dem süßen Klag eines herrlichen Sommerregens zu lauschen.

 

Die ätherischen Öle laden uns ein, einmal nur unsere Nase zu benutzen. Die Augen und Ohren(hihi) zu schließen und nur zu riechen.

 

Die Meditation mit Blick auf eine Kerze, das Konzentrieren auf ein Objekt - wäre eine weitere Möglichkeit. Oder einmal barfuß durch Gras zu laufen und nur zu fühlen.

 

So hast du einige "Flugmodus-Schalter", die dich mit Dir und dem was ist tiefer ist, in Verbindung bringen und dich wahrhaftig das Leben spüren lassen.

 

Freue mich, wenn Du dein Handy häufig auf Flugmodus stellst und Yoga mit uns übst.

 

Ätherische Öle:

 

Lemonmyrtle (aus. Zitronenmyrte) unterstützt uns, das "Durcheinander im Kopf" zu klären, möchte eine Art Barriere zu den unglaublichen vielen Informationen, die auf uns einprasseln aufbauen und somit für "ruhe und Ordnung" sorgen

 

Patchouli baut uns eine Brücke in der Verbindung zu unserem physischen Körper und möchte uns unterstützen nicht immer und ewig zu urteilen und einzuordnen, Es lädt ein unseren Geist zu beruhigen und einfach nur zu sein.