Ishvara Pranidhana oder annehmen

Wie schön klingt Ishvara Pranidhana und wie schwer ist es sich darauf einzulassen.

 

Ishvara Pranidhana bedeutet ungefähr so viel wie Hingabe und ist ein wichtiger Schritt auf dem Pfad des Yogas und Teil der Niyamas.

 

Die Niyamas und Yamas könnte man als Leitfaden bezeichnen. Dieser Leitfaden dient der eigenen Entwicklung und gibt uns Anregungen, worauf es vielleicht ankommen könnte. Vielleicht - weil es aus meiner Sicht wichtig ist, alles auf die eigene Wahrheit zu überprüfen. Entsprechen die "Vorschläge" Patanjalis meinem Weg? Kann ich daraus etwas ziehen, was mir und der Gemeinschaft hilft?

 

Für mich persönlich ist Ishvara Pranidhana ein sehr wichtiger und guter Impuls - eigentlich immer, aber augenblicklich ganz besonders.

 

Da ich sehr gern ins handeln komme, eine schnelle Umsetzung mir entgegenkommt und ich Situationen lieber aktiv als abwartend begegne, sind Momente, in welchen es um Abwarten geht, für mich schwierig. Ich überlege, was ich noch tun könnte, was ich evtl. auch wieder ändern muss und so weiter.

 

Doch vieles ist einfach nicht in meiner Hand, ich bin abhängig von Entscheidungen anderer und muss erkennen, dass ich nicht alles beeinflussen kann.

 

Die Hingabe und das feste Vertrauen, dass das Leben das bringt, was richtig ist und es durchaus auch Zeiten gibt, wo man abwarten muss, sind Teil meiner augenblicklichen Übung.

 

Dieses ewige Zweifeln, ob man auch alles richtig gemacht hat oder macht, oder wohlmöglich etwas übersehen hat, hilft nicht weiter. Das Erkennen, wann ist der Zeitpunkt für Ishvara Pranidhana, die Hingabe, an das was man gewählt hat, wachsam zubleiben ohne über zu reagieren, soll meine Aufgabe sein für diese Woche.

 

Wie geht es Dir? Fällt Dir die Hingabe und das Annehmen leicht? Wartest Du gern geduldig ab? Oder stürzt Du Dich gern in Aktivität?

 

Wie steht es bei Dir mit dem verankern im Jetzt?

 

Oder ist Dein Geist laut und prescht voraus in die Zukunft, prüft alle Möglichkeiten und will kontrollieren und handeln?

 

Wie wäre es in Deiner Yogapraxis, einmal ganz genau zu spüren, was Deinem Naturell entgegen kommt? Spüren wir, wann wir uns in unserer Komfortzone fühlen - im eher schnellen Aktiven oder langsamen Passiven. Wonach strebt unser Geist und was "sagt" unser Körper? Und wie steht es in unserem "Leben ausserhalb der Matte" - passt das zusammen oder sind das große Gegenteile?

 

Und da sind wir auch schon beim nächsten Niyama: Swadhyaya - dem Studium der Selbsterkenntnis. Und da sind wir uns sicherlich alle einig, dass das ein ganz wichtiger Impuls der Yogalehre ist.

 

Ich freue mich sehr auf die nächste Woche mit Dir.

 

Unterstützen werden uns drei ätherische Öle:

 

WILD ORANGE - für die Freude am Leben und am Entdecken der eigenen Person 

COPAIBA - für das Entdecken und die Selbsterkenntnis 

SANDALWOOD - für die Hingabe