Routine - nein danke

So langsam aber sicher, schleicht sich bei mir eine Routine in dieser doch eigentlich recht neuen Lebenslage ein.

 

Es ist schon fast normal zu wissen, dass ich heute nur zu Hause bin. Die Klassen online zu unterrichten ist nicht mehr ganz so aufregend und gestern, als ich mich in Felix Zoom Class eingeloggt habe, kam schon so etwas wie Normalität auf. Ich blätterte in einem Magazin bis es los ging, plauderte ein wenig mit den anderen Yogis, die schon da waren - aber dieses Kribbeln, diese Neugier, diese Ungewissheit wie fühlt sich das an, war nicht mehr da.

 

SCHADE - ich möchte das unbedingt wieder zurück - dieses Gefühl von "wow, wie toll ist das denn" und oh wie schön, dass ich die meine Yogafreunde hier treffen kann.

 

Ich möchte ein Bewusstsein schaffen für die Situation und weiterhin alles mit all meiner Aufmerksamkeit erleben. Erschreckend, dass ein Gewöhnen so schnell geht - wie steuere ich dem entgegen?

 

Achtsamkeit (etwas ausgelutschtes Wort, doch mir fällt kein besseres ein) und Dankbarkeit könnten der Schlüssel sein. 

 

Mein generelle Dankbarkeit dafür, dass ich bislang niemanden kenne der krank geworden ist, den Corona erwischt hat und schlimme Auswirkungen zeigte - dankbar dafür, dass die Technik es uns möglich macht, uns zu verbinden und wir über das nötige Equipment verfügen - Dankbarkeit, dass unsere urban yogi(ni)s treu sind und uns so unterstützen - Dankbarkeit für ein soziales Miteinander, obwohl wir physisch getrennt sind.

 

Achtsamkeit in dem was ich tue, indem ich immer nur eine Sache mache und nicht nebenbei Hefte anschaue. Achtsamkeit mehr in tägliche Handlungen zu bringen, ganz nach dem uralten Motto, wenn ich esse, esse ich - wenn ich gehe, gehe ich, usw.

 

Mal schauen, ob es mir gelingt.

Dabei unterstützen werden mich folgende ätherischen Öle: Frankincense / Weihrauch für die Achtsamkeit und Lime / Limette für die Dankbarkeit